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In der Vergangenheit war es üblicherweise so, daß man der Freiwilligen Feuerwehr beitrat, um den aktiven Löschdienst zu betreiben. Wenn man dazu nicht mehr in der Lage war, sei es aus Altersgründen, gesundheit-licher Natur, o.Ä. blieben die Menschen meist als passives oder fördern-des Mitglied der Feuerwehr erhalten.

Da die Feuerwehr allerdings eine öffentliche Einrichtung ist - also nur die Einsatzabteilung rechtlich die Feuerwehr darstellt, war dies zwar eine gängige Handhabe in der Praxis, juristisch und versicherungstechnisch jedoch problematisch, da bei Veranstaltungen und Festen im Schaden-falle theoretisch jedes Feuerwehrmitglied mit seinem gesamten Privatver-mögen haftbar gemacht werden kann.

Man geht heute deshalb mehr und mehr dazu über, den aktiven und passiven Teil des Feuerwehrdienstes zu trennen.

Das bedeutet in der Praxis das ein Feuerwehrverein (ein Förderverein) gegründet wird, in dem es einen Vorstand gibt wie in jedem anderen Verein. Den Vertreter der Aktiven stellt hierbei der Wehrführer dar, der allerdings nicht von der Mitgliederversammlung gewählt wird, sondern laut Gesetz nur von den Aktiven. Zwar ist es möglich, das Amt des Vor- sitzenden und Wehrführers in Personalunion zu besetzen, jedoch be-deutet dies einen erheblichen Zeitaufwand für denjenigen, der dieses Amt ausfüllt.

Auch in Ennerich ist man diesen Weg gegangen. Bei den Vorstands-wahlen 1997 wurde zum ersten Mal eine Ämtertrennung durchgeführt und im folgenden Jahr gemeinsam eine neue Vereinssatzung erarbeitet, die eine Eintragung im Vereinsregister vorsah sowie die Registrierung als gemeinnütziger Verein. Im Jahr 1998 wurde diese neue Satzung von der Hauptversammlung beschlossen und die darin aufgeführten Neuerungen rechtswirksam.

Der "Verein Feuerwehr" nahm nun auch seine Tätigkeit als Förderverein nicht nur auf dem Papier wahr, sondern auch mit Taten. Möglich gemacht wurde die Anschaffung eines Geräteanhängers, zusätzlichen Funkmelde-empfängern und anderen Geräten.

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